Schützenverein Jesingen e.V.  
 
  Ausflug in die Schweiz 23.10.2018 20:19 (UTC)
   
 

Dreitägiger Vereinsausflug in die Schweiz

 

Von Karfreitag bis Ostersonntag machten sich 16 Jesinger auf den Weg in die Schweiz um die Heimat von unseren Mitgliedern Simone und Vincent zu besuchen.

Nach bereits zahlreichen Besuchen bei uns in Jesingen war es eine Selbstverständlichkeit, der Einladung zu folgen und ein wunderbares Wochenende in der Schweiz zu verbringen und die schweizer Kultur des Schießsports kennen zu lernen.

So machten wir uns am Karfreitag morgens um 9.00 Uhr mit vier Autos und jeder Menge guter Laune auf den Weg in die Schweiz.

Bei teilweise noch strahlendem Wetter und milden, angenehmen Temperaturen und den dunklen Sonnenbrillen auf der Nase, fuhren wir der Grenze entgegen.

Angekommen an der Grenze, verspürten wir den Drang einer ersten kurzen Kaffeepause auf Schweizer Boden.

Nach der kurzen Pause fuhren wir weiter Richtung Tafers, dem Wohnort von Simone und ihrem Freund Leo, der als treuer Fan auch immer an den Wettkämpfen dabei ist.

Umso tiefer wir in die Schweiz fuhren, wurde ringsherum alles weiß.

Schnee bedeckte die Landschaft und machte sie zu einem Winterwunderland, wohlgemerkt an Ostern!



In Tafers bei Simone und Leo angekommen, stellten wir die Autos ab und sofort flogen uns die ersten Schneebälle um die Ohren!

Auch Vincent war bereits da und nach einer kurzen Begrüßung, stockten wir unsere Getränkevorräte auf und machten uns auf zu unserem Quartier: zum Bauernhof von Annelies und Ernst Ulrich-Wenger, der uns für zwei Nächte als Pension dienen sollte.

Die Autokolonne kämpfte sich durch den Schnee von Tafers nach Alterswil, mit Simone und Vince als regionalem Tourguide. Alterswil liegt ungefähr 40 km südlich von Bern.

Auf dem Bauernhof angekommen, wurden wir auch gleich herzlich von Annelies begrüßt, die uns mit einer kleinen Führung ihren Bauernhof näher brachte.

Anschliessend suchten und fanden sich die Zimmergenossen und bezogen ihre Räume.

Nach einer kurzen Lagebesprechung im Aufenthaltsraum, entschied man sich, die Schützenhäuser von Simone und Leo anzusehen.

Wieder in die Autos und ab nach Tafers lautete der Plan. In Tafers befindet sich im Keller der dortigen Orientierungsschule, das Schützenhaus der Sportschützen Tafers. Bei den Sportschützen Tafers ist Simone Mitglied und tritt in der Disziplin Luftgewehr bei nationalen Wettkämpfen und Meisterschaften an.

Die Tatsache, dass die Luftgewehre in einem Gewehrständer, in einem Raum hinter dem Schiessstand standen, ließ uns gleich vermuten, dass der Schießsport in der Schweiz anders gelebt und ausgeübt wird als in Deutschland.

Simone brachte uns die Wettkampfstrukturen näher, da diese sich doch erheblich von den unseren unterscheiden. So gibt es in der Schweiz den Ligamodus (Mann gegen Mann), wie er bei uns in den Rundenwettkämpfen geschossen wird, überhaupt nicht.

Nach der Besichtigung des Schützenhauses begaben wir uns auf den Weg nach Schmitten – Flamatt, wo uns Leo als Mitglied der Sportschützen seinen Verein näher brachte. Ein Teil des Schützenhauses ist, wie viele in der Schweiz, in einem Luftschutzbunker. Zentimeterdicke Stahltüren trennten uns von den Schiessbahnen. Bei den Sportschützen Schmitten – Flamatt werden hauptsächlich die verschiedenen Pistolendisziplinen geschossen.

Nach zwei bemerkenswerten Schützenhäusern begaben wir uns wieder auf dem Heimweg zum Bauernhof, denn dort erwartete uns ein Käsefondue nach Schweizer Tradition. Zum Schweizer Käsefondue wird traditionell Weißwein serviert, den uns Vince aus seiner französischen Schweiz besorgt hatte. Ebenso ist es teilweise Brauch, das Weißbrot in ein Glas Schnaps zu tunken bevor man es mit Käse überzieht. So wurde es auch bei uns gemacht. Mit diesem Käsefondue ließen wir den Tag voll ausklingen, so dass wir alle tief in der Nacht müde und ausgelaugt in unsere Betten fielen.


Da am nächsten Morgen um 8 Uhr das reichhaltige Frühstück aufgetischt wurde, und für uns 16 Schützen nur zwei Bäder und eine Dusche zur Verfügung standen, veranlasste dies uns bereits um dreiviertel sechs morgens zu Duschen.

Nach und nach herrschte reger Verkehr auf den Fluren, sodass zum Frühstück alle pünktlich am Tisch saßen und das üppige Frühstück zu sich nehmen konnten.

Um halb zehn wurden wir von Simone und Leo abgeholt. Wir machten uns auf den Weg in das 30 km entfernte St. Aubin, wo uns Vince bereits bei seinem Schützenverein erwartete. Im Keller einer Sporthalle ist Vince mit seinem Verein zu Hause. Vince brachte uns sein Schützenhaus näher, ehe er die Tourleitung für den Rest des Tages übernahm. So organisierte er ein Mittagessen, in den Bergen von Noiraigue in der französischen Schweiz, in der Nähe von Neuchâtel. Die Fahrt zum Restaurant Ferme Robert erwies sich als kleiner, spontaner Abenteuerausflug, was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen konnten. Die Kolonne setzte sich in Gang, wurde aber unterwegs aufgrund anderer Verkehrsteilnehmer zweigeteilt, was zur Folge hatte, dass zwei der vier Fahrzeuge zwangsweise abgekapselt wurden.

Durch ständigen Telefonkontakt konnten beide aber wieder auf die richtige Spur gelotst werden. Doch das eigentliche Abenteuer sollte noch folgen. In Noiraigue angekommen, musste noch der Berg zum Restaurant erklommen werden. Kilometerweit fuhren wir auf schneebedeckten Feldwegen nur mühsam und langsam vorwärts kommend den Berg empor. Nach einem mehr oder weniger großen Kraftakt sind alle heil am Restaurant angekommen und vor allem die Fahrer hatten sich das Mittagessen nun redlich verdient. In der schnuckeligen Berghütte liesen wir uns verschiedene Spezialitäten schmecken, bevor es nach einer gemütlichen Runde wieder an die Abfahrt durch den Schneewald nach Couvet ging. In Couvet, im Val de Travers, das als die Wiege des Absinths bekannt ist, organisierte und Vince eine Besichtigung der Destillerie „Absinthe la Ptite“ die vor 2005 noch zu den illegalen Absintherien gehörte. Schon beim Betreten trat uns der Geruch von Absinth in die Nase. In einem kleinen Raum mit zwei Destillationsapparaturen liesen wir uns im klassischen Ambiente von der "Grünen Fee" verführen. Natürlich durften wir auch die verschiedenen Absinthsorten probieren und erstehen.

Nach der Besichtigung der Absintherie und einigen Errungenschaften fuhren wir wieder zurück Richtung Tafers in Simones anderen Schützenverein, in dem sie die Disziplin Großkaliber auf 300m schießt. Beeindruckend dabei war die enorme Distanz zur Zielscheibe und die örtlichen Umstände. Denn in der Schweiz sind die Zielscheiben mitten in der Landschaft ohne jegliche Abgrenzungen oder Sperren errichtet, sodass die Wanderer und Weidetiere für ihre Sicherheit selbst verantwortlich sind. Lediglich eine Fahne zeigt an, dass die Schützen aktiv sind. Um Simone zu zitieren: “Ja wir treffen ja die Scheibe“. Im Schützenhaus liesen wir uns am Abend das leckere schweizer Vesper schmecken. Simone organisierte Käseplatten im Käseladen und Vince französisches Brot von seinem Bäckeronkel. Herrliche Lachshäppchen, selbstgefärbte Eier und Wustplatten verfeinerten das Abendessen. Zum Nachtisch gab es französische und schweizer Kuchen, sodass der Verdauungsschnaps unumgänglich war. Nach einem sehr schönen Abend machten wir uns wieder auf den Weg zurück zum Bauernhof, wo wir uns noch einen letzen Absacker gönnten.



Am nächsten Morgen wartete wieder das herrliche Frühstück und einer weitere Überraschung auf uns: In der Nacht zuvor brachte das Pferd der Familie Ulrich-Wenger ein Fohlen zur Welt. Den Anblick des jungen Fohlens liesen wir uns natürlich nicht entgehen.

Bevor es dann wieder zurück nach Deutschland ging machten wir noch einen Stopp in der schweizer Hauptstadt Bern. Simone lies gewisse Fähigkeiten als Tourguide erkennen und zeigte uns einige markante Sehenswürdigkeiten. Ein Höhepunkt war der Bärenpark Bern mit seinen vier Braunbären. Natürlich liesen wir uns eine kleine Bierpause am Berner Bärenpark  im „Alten Tramdepot“ nicht nehmen. Nach einem kleinen Rundgang durch Berns Innenstadt, vorbei am Regierungssitz führte uns Simone zum Mittag in das Restaurant „Gfeller am Bärenplatz“, wo wir uns unter anderem mit leckerem Schweizer Rösti für die lange Heimfahrt stärkten.



Wir danken unseren lieben Schweizern Simone, Vincent und Leo für das wunderbare Wochenende und freuen uns schon auf ein Wiedersehen – denn wir kommen auf jeden Fall wieder – dann vielleicht bei schönem Sommerwetter! Ein weiterer Dank geht an all diejenigen, die das Wochenende zu einem gelungenen Ausflug machten!

 

 
  SV Jesingen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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